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Hühnerleben im ParadieseGarden

Hühnerleben im ParadieseGarden

In der Früh kurz nach Son­nenauf­gang sind die Hüh­n­er noch ein wenig träge und verträumt. Doch grund­sät­zlich meine ich fühlen sie sich recht wohl bei uns. 

Wir haben 

1     Gänsep­a­ar
1     Enten­paar
30  Hüh­n­er und Hähne (24 + 6)

Im Som­mer ist auch das Hüh­n­er­leben anstren­gend. Doch jet­zt bei ca. 22 — 25° am Tage und 12 — 14° in der Nacht läßt es sich gut leben. Die über 1000 mq nutzen sie kaum aus. So ca. 300 mq sind ihr Lebenmittelpunkt

 

Rassen mis­chen sich langsam, doch noch sind Leghorn, Arau­cana, Hybrieden und Appen­zeller Spitzhauben zu erken­nen. Da wir die Hüh­n­er beisam­men lassen wird sich irgend­wann eine “Maroni” Rassen entwickeln.

Was schon Sinn macht, zumin­d­est wenn man die Hüh­n­er so natür­lich wie möglich leben lässt, sind in etwa gle­ich große und agile Hüh­n­er. Anson­sten sind immer welche beim Fressen benachteiligt. Auch die kalte oder sehr heiße Jahre­sphase über­ste­hen die so mit­tel­großen, robusten Rassen am Besten.

Tomaten, Paprika und Zucchini/Kürbis im November

Tomaten, Paprika und Zucchini/Kürbis im November

Kann man in Mit­teleu­ropa Tomat­en nur im Som­mer anbauen, so ist in Zypern der Som­mer im Frei­land zu heiß. Wenn man nicht ger­ade Schat­ten zur Ver­fü­gung hat so ist es bess­er erst im Spät­som­mer zu pflanzen.

Die Gemüse­bauern nutzen beschat­tete Grün­häuser. Wir haben jet­zt auf den Herb­st hin unsere Pflanzen sowohl im Grün­haus als auch im Frei­land gepflanzt und mit gutem Dünger verse­hen, Mehr adazu in den Blog­beiträ­gen. Derzeit haben wir tolle Tomaten­ernte — und die Ochsen­herz­to­mat­en sind großteils erst kurz vor der Reife.

Vor ein paar Tagen haben wir bei unseren Nach­barn gegessen und die Papri­ka und Tomat­en sind sehr gut angekommen.

Die üblich im Geschäft erhältlichen Tomat­en auf der Insel sind rel­a­tiv hart und unin­ter­es­sant im Geschmack

Unsere Cher­ry­to­mat­en sind sehr süß mit ein­er feinen Säure. Leck­er. Die fleis­chi­gen Ochsen­herz­to­mat­en sind richtig wuchtig im Geschmack und sehr auf­munternd zum richtig hineinzubeißen. Die Fülle in Größe und Geschmack sind schon sehr besonders.

Der Kür­bis, eine aus­gewach­sene Zuc­chi­ni ist eben­falls sehr ergiebig und leck­er, obwohl wir nor­maler­weise Kür­bis nicht ver­tra­gen und mögen. Ist halt doch mehr eine Zucchini.

Übri­gens der Name Zuc­chi­ni kommt aus dem iralienis­chen und meint klein­er Kür­bis.

Drachenfrucht (dragon fruit) erblüht

Drachenfrucht (dragon fruit) erblüht

Die Drachen­frucht, eine der häu­fig­sten Fruchtpflanzen in Zypern erblüht auch bei uns. Lange Zeit haben wir die Drachen­frucht ein wenig links liegen gelassen, zuwenig geschnit­ten und gestützt. Vor ein paar Tagen habe ich gedacht, das kann ja nicht sein, hab sie geschnit­ten und gut aufge­bun­den. Und siehe da, nach nicht ein­mal ein­er Woche ist die erst Blüte da, qua­si über Nacht. Gestern, am 23. August war sie beina­he fer­tig, obwohl am Tag zuvor nicht wirk­lich was zu sehen war. Und heute Mor­gen hat sie uns in voller Blüte anges­trahlt. Wunderbar!

Die Drachen­frucht gehört zu den Kak­tus­gewäch­sen , ist eine wud­er­bare Zierpflanze und macht wun­der­bare Früchte. Und sie braucht Pflege, muss gut gestützt wer­den, anson­sten geht die Kraft in alle Rich­tun­gen, beson­ders in die Aufrich­tung und für die Blüten und Früchte bleibt nichts übrig. 

Mulchen ja, aber richtig!

Mulchen ja, aber richtig!

Mulchen Mulchen Mulchen heißt es in der Permakultur. Wie richtig mulchen und was nicht wird kaum komuniziert. So sind auch wir fehl gegangen.

Mulchen ja, aber nur mit leicht ver­rot­tbaren Mate­ri­alien wie z. Bsp. Gras. Hackschnitzel, gehex­el­ter Grün­schnitt mit viel Holzan­teil, das alles braucht zu viel Nährstoffe und Energie zum verrotten.

Zur Natur: Der Baum schmeißt im Som­mer Früchte und einige Blät­ter ab. Dies wird zum Teil gegessen/gefressen wobei die Men­schen die Früchte weg­tra­gen, die Tiere aber direkt unterm Baum fressen und auch dort koten, das heißt direkt bezahlen. Ein gesun­des, lokales Geschäft. Der Baum bekommt im Som­mer Nährstoffe. Im Herst und Win­ter, in der Ruhezeit wer­den dann die harten Blät­ter und einiges an kleinen oder größeren Ästen abge­wor­fen. Die Blät­ter haben über den Win­ter Zeit um zu Kom­post zu wer­den. Die Äste dienen um die Blät­ter lock­er zu hal­ten oder um Tieren ein Win­terquarti­er zu bieten und ver­rot­ten langsam über die Jahre. Alles passt per­fekt zusammen. 

Wir haben das lei­der lange Zeit beobachtet, haben aber die Sit­u­a­tion nicht richtig gedeutet. Vor kurzem haben wir den Per­makul­tur- und Kom­pos­t­ex­perten Rupert vom Anas­tasia­land  gefragt, der uns das gesagt hat. 

Guten Kom­post kann man machen, in dem man entwed­er eine Grube gräbt, große Äste auf den Boden legt und Abfälle, auch Mist darauf schmeißt. Feucht, jedoch nicht nass hal­ten, in ein paar Monat­en ist der Kom­post fertig. 

Man kann auch einige grooße Äste auf den Boden leg­en, Komost­ma­te­r­i­al darauf und nach einiger Zeit die Äste anheben, der fer­tige Kom­post liegt dann schon auf dem Boden und kann “geern­tet” werden.

Feuchtigkeit im boden hal­ten:
Pflanzt man z. B. die Gemüse in eine dicke Kom­postchichte, so bekom­men die Pflanzen aus­re­ichend leicht ver­füg­bare Nährstoffe, kön­nen sich zusam­men suchen, was sie brauchen. Wie, die Mikroben suchen die Nährstoffe und durch die Auss­chei­dun­gen wer­den den Pflanzen die opti­malen Menüs serviert. 

Guter Kom­post kann viel Wass­er spe­ich­ern und nur die ober­sten paar cm wer­den trock­en, der Rest bleibt feucht. Über aus­ge­wo­ge­nen Kom­post kann eine Pflanze nie überdüngt wer­den, das sie genau das geliefert bekommt was sie braucht.

 

Ein Stück weit sind wir schon ent­täuscht dass wir so lange gebraucht haben, diesen Irrtum zu erken­nen. Aber was solls, es ist wie es ist. 

Rupert sagt, dass man den Pflanzen viel Kom­post geben kann. Im Grunde es nie zu viel da die Pflanzen die Stoffe nimmt die sie braucht und dadurch immer richtig ernährt ist. Auf die Frage nach dem Aus­trock­e­nen hat er gemeint, die ersten paar Zen­time­ter trock­nen, darunter bleibt es feucht da ein guter Kom­post sehr viel Wass­er spe­ich­ern kann. 

Also, unsere Befürch­tung des zu großen Wasserver­brauch­es ist unbegründet.

Backsoda (Natron Bicarbonat) als Pestizid und Fungizid Spray

Schädlinge einfach bekämpfen mit Natron, auch Backsoda oder Natrium bicarbonat genannt.

Natron (Natri­umhy­dro­gen­car­boat) ist ein natür­lich­es Mit­tel aus dem Gestein, ganan­nt Nah­col­ith

Wie wirkt es? 

Wenn z. B. Läuse Natron fressen und ver­dauen, dann bekom­men sie eine tödliche Dosis an Kohlen­stoff­diox­id. Es wirkt schnell und effektiv.

Der wirk­liche Nutzen ist Schutz mehr als Schädlingsbekämpfer

Was kann man beseitigen:

  • Läuse
  • Rau­pen

 

Zutat­en:

  • 1 l Wasser
  • 1 TL (Teelöf­fel) Backsoda
  • 1 TL Schmierseife
  • 2 TL Speiseöl
Hefe als Dünger und Pflanzenschutz Altes Hausmittel

Hefe als Dünger und Pflanzenschutz Altes Hausmittel

Im Kanal Huuch­landgaddn habe ich dieses Video gefun­den. Sehr inter­es­sant für alle Gemüse auss­er den Kreuzblütlern, also Kohl- bzw. in Öster­re­ich Kraut- und Retticharten.

Also, beson­ders gut für Gurken, Tomat­en, Chilli, Salat, Auberginen, Kür­bis, aber auch Erde­beeren. Ich habe schon mit Hefe unsere Gurken gegossen und es wirkt wahre Wun­der. Wir haben unglaublich viele, riesige und saftigedel schmeck­ende Gurken.

Weit­ere eigene Erfahrung werde ich dem­nächst posten, da die Wirkung von Hefe, ich mis­che noch etwas Ziegen­milch dazu, sen­sa­tionell und schnell ist.

Die Zutat­en sind:

  • ein Block Feuchthefe oder 4 — 5 Ess­löf­fel Trock­en­hefe — Hefe sind Pilze und fall­en in den Bere­ich von Myk­o­r­rhiza, siehe Glückspilze
  • 1,5 Ess­löf­fel Zucker
  • lauwarmes Wass­er um die Hefe aufzulösen, ca. 1 l
  • auf 5 liter aufgießen
  • 1 — 7 Tage ste­hen lassen

Wichtig, das Gefäß offen lassen, son­st explodiert es. Fer­tig ist die Mis­chung. Diese kann man dann mit 1:10 oder noch mehr verdünnen. 

Ver­wen­dung als Dün­gung bzw. zur Stärkung: 

Als natür­lich­es Pestizied:

  • bei Mehltau
  • gegen Fäule
  • gegen Grauschim­mel (Hefe geht Sym­biose mit den Pflanzen ein).

Inhaltsstoffe

Vit­a­mine:

  • Vit. A
  • Vit. D
  • Vit. E
  • Vit. B 1, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 12
  • Vit. C

Min­er­al­stoffe

  • Natri­um
  • Kali­um
  • Cal­ci­um
  • Mag­ne­sium
  • Phos­phor
  • Schwe­fel
  • Chlo­rid

Spurenele­mente

  • Eisen
  • Zink
  • Kupfer
  • Man­gan
  • Flu­o­rid
  • Iodid

Kohle­hy­drate

  • Glu­cose (Trauben­zuck­er)
  • Fruck­tose (Fruchtzuck­er)
  • Mono­sac­cha­ride (M1)
  • Sac­cha­rose (Rüben­zuck­er)
  • Dis­ac­cha­ride (M2)
  • Stärke
  • Polisac­cha­ride (>9M)

sowie Bal­last­stoffe, Aminosäuren, Fettsäuren. Genaue Auflis­tung auf vit­a­mine. com 

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